Geschichte der Schwyzer Nüssler

Entstehung der Fasnacht in Schwyz

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts pendelte sich ein fester Ablauf der Fasnacht ein. In den alten Kalendern waren die drei Fasnachtstage (Erster Fasnachtstag, Schmutziger Donnerstag und Güdelmontag) jedes Jahr zu finden. Zudem gab es bereits damals den Güdeldienstag, der für die Kinder reserviert war.

Zu jener Zeit war die Fasnacht sehr von Theatern geprägt. 1857 gründete sich die Japanesengesellschaft zu Yeddo Schwyz, mit dem heute noch gültigen Zweck von der Aufführung von Freilichttheatern. Dies anfänglich nicht in grossen Abständen wie heutzutage. So fanden zum Beispiel im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts nicht weniger als acht (!) Japanesenspiele statt.

Doch auch die Rott – so wird im inneren Kantonsteil eine organisierte Gruppe von Fasnächtlern genannt – spielte zur selben Zeit schon eine wichtige Rolle. Diese Erkenntnis zeigte zum Beispiel die grosse Anzahl Inserate von Maskengarderoben in Schwyz:

  • 1870: „Masken in grosser & schöner Auswahl Wilhelm Weber, Schwyz“
  • 1870: „Maskenkleider Dom. Steiner, zur Krone im Hinterdorf Schwyz“
  • 1871: „Maskenkleider Franz Märchy in Schwyz“
  • 1872: „Masken W. Weber Schwyz & M Baggenstoss, Glaser“
  • 1887: „… Gebr. Müller, Schirmfabrikation, Freie Reichsstrasse“
  • 1890: „Maskenkleider & Masken schöne neue „Bajazzo“. Franz Müller“
  • 1890: „Alois Gwerder-Ehrler Maskenkostüme“

Die Rott zeigte bereits beachtliche Grössen. Es entwickelte sich oft „ein sehr reges Fasnachtsleben; eine Rott von seltener Stärke, einmal wohl 60 Masken, folgten den Tambouren und tanzte mit bewunderungswürdiger Ausdauer den „Narrentanz“. Nachmittags wurden einst ca. 150 Masken gezählt und viele darunter haben durch ihre Schönheit und andere durch das Gegenteil davon Aufsehen erregt“ (Schwyzer Zeitung: Nr. 14, 18. Februar 1885, S. 2).

Eine frühe Aufnahme der Rott, als die Herrengasse noch gepflästert war.

1890 wurde das erste Preisnüsseln durchgeführt, unter anderem auch mit Teilnehmern aus Steinen. Zu dieser Zeit und auch noch weit ins 20. Jahrhundert hinein, wurde das Preisnüsseln nicht nur auf dem Hauptplatz organisiert. Die Wettkämpfe fanden beim Sonnenplätzli, auf dem Hauptplatz und beim Haus Adler in der Herrengasse statt. Nach jedem Durchgang wurde der Platz gewechselt. Der Gewinner konnte sich nach dem Sieg verdientermassen Nüsslerkönig nennen, hat er doch bewiesen, dass er auf drei verschiedenen Plätzen nüsseln kann.

Da die Fasnacht damals nicht richtig strukturiert war, resultierte meist ein Chaos und Durcheinander. Routenlisten hatte es noch nicht gegeben und es fehlte ein Verein, der sich für die Interessen der Rott einsetzten konnte. Zudem verschlechterte sich die Wirtschaftslage zu Beginn des 20. Jahrhunderts und so dass allmählich weniger Maschgeraden unterwegs waren.

Die Fasnachtstage

Die Fasnachtstage werden nach den folgenden Kriterien festgelegt: Der erste Fasnachtstag ist in der Regel am Montag nach Dreikönigen (6. Januar). Der Schmutzige Donnerstag ist am Donnerstag vor dem Güdelmontag und dieser Güdelmontag ist auf den Montag vor dem Aschermittwoch festgesetzt.

Jedoch konnte diese Faustregel nicht immer konstant durchgesetzt werden. Es gab einige Ausnahmen, insbesondere wurde auf die kirchlichen Feiertage Rücksicht genommen. Des Weiteren musste man die Fasnachtstage aufgrund des Ersten Weltkriegs anpassen. Das Fasnachtstreiben wurde auf den Güdelmontag beschränkt, die anderen beiden Tage wurden ersatzlos gestrichen. Als der Krieg beendet war, wurde die Fasnacht jedoch weiterhin auf den Güdelmontag begrenzt, weil damals eine Grippeepidemie Einzug in die Innerschweiz fand.

Ab 1920 wurde die Fasnacht wieder wie gewohnt durchgeführt.

Die Gründungsjahre

Als im Herbst 1921 ein frisch vermähltes Paar von ihrer Hochzeitsreise zurückkam, veranstalteten einige Dorfbächler das übliche Empfangsschiessen im Gasthaus Mythen. An diesem Abend wurde auch die Fasnacht zum Gesprächsstoff. Viele der Anwesenden bekundeten, dass die Fasnacht auch nicht mehr das gleiche sei, was sie einmal war. Dadurch kam man auf die Idee, eine Gesellschaft aus der Taufe zu heben, die einen festen Rhythmus ins Fasnachtstreiben einbringen sollte.

Es gründete sich daraus der Verein „Gesellschaft zur Hebung alter Fasnachts-Sitten und Gebräuche“. Ein erstes Komitee leitete die Vorarbeiten und legte zur Deckung der Kosten einen Jahresbeitrag von zwei Franken fest.

1921 im Ratskeller: Die erste Fotografie des Vereines «Gesellschaft zur Hebung alter Fasnachts-Sitten und Gebräuche»

Die erste Versammlung fand am Samstag vor dem Güdelmontag 1922 statt und es erschienen ungefähr 60 Fasnächtler. Ein Jahr später wurden dann die ersten Statuten genehmigt. Die „Gesellschaft zur Hebung alter Fasnachts-Sitten und Gebräuche“ bezweckte, die althergebrachte Strassenfasnacht, nämlich das Nüsseln und Fasnachtstreiben in Schwyz, zu organisieren.

1923 fand das erste Preisnüsseln unter der Obhut der „Gesellschaft zur Hebung alter Fasnachts-Sitten und Gebräuche“ statt. 24 Jahre später wurde das erste Kinderpreisnüsseln durchgeführt und seitdem findet auf dem Hauptplatz in Schwyz „im Zweijahresturnus abwechselnd am Ersten Fasnachtstag ein Preisnüsseln für Erwachsene und am Güdeldienstag eines für die Kinder“ (Hans Steinegger: Schwyzer Fasnacht 1991, Schwyz 1991, S. 33) statt.

Fasnacht während des Zweiten Weltkriegs

1940 war analog des Ersten Weltkriegs nur noch ein Fasnachtstag erlaubt. Dieser wurde durch den Bezirksrat Schwyz bestimmt, da dieser Rat auch bisher die Fasnachtstage festsetze. Auch 1941 wurde nichts an dieser Praxis geändert und der Güdelmontag wurde als der einzig gestattete Fasnachtstag festgelegt.

1942 jedoch geschah etwas Merkwürdiges: der Bezirksrat entschied sich für den Schmutzigen Donnerstag als Fasnachtstag. Dieses Vorgehen stiess bei der „Gesellschaft zur Hebung alter Fasnachts-Sitten und Gebräuche“ auf Ablehnung, hatte sich im Dorfe Schwyz der Güdelmontag als einzig legaler Fasnachtstag bereits eingebürgert. So legte die Gesellschaft Beschwerde gegen den Bezirksbeschluss ein. Der Bezirk gab nun den Güdelmontag 1942 frei und an diesem Tag war das Fasnachtstreiben von 15.00 bis 18.00 Uhr erlaubt, jedoch ohne Masken. Während der Kriegsjahre war das Tragen von Masken sonst immer erlaubt. 1943, 1944 und 1945 wurde der offizielle Fasnachtstag wieder auf den Güdelmontag gelegt und ab Kriegsende durfte man die Fasnacht wieder an allen drei Tagen ohne irgendwelche Einschränkungen geniessen.

1942 war das Maskentreiben nur am Güdelmontag von 15.00 bis 18.00 Uhr erlaubt – ohne Masken

Die Spaltung

Franz Steiner-Schuler war es ein Anliegen, den Güdelmontagmorgen nach den Kriegsjahren wieder neu zu beleben. „1949 stellte er darum eine Güdelmontagmorgen-Rott mit zwölf Maschgeraden zusammen“ (Hans Steinegger: Güdelmontag-Rott Schwyz, Schwyz 1989, S. 5), welche im ehemaligen Restaurant Alpenrösli auf die Tambouren der „Gesellschaft zur Hebung alter Fasnachts-Sitten und Gebräuche“ warteten. Jedoch kamen keine Trommler. Für die zwölf Fasnachtsbegeisterten im Alpenrösli war dies ein grosses Verbrechen. „Die Dörfler haben die Dorfbächler sitzen gelassen“ (Hans Steinegger: Güdelmontag-Rott Schwyz, Schwyz 1989. S. 6).

Daraufhin gründeten die Dorfbächler am Mittefastensonntag desselben Jahres im Restaurant Edelweiss die „GüdelmontagmorgenRott“. Wie es der Name bereits vermuten lässt, war die Rott nur am Morgen des Güdelmontags unterwegs und zwar ausschliesslich im Dorfbach, Hinter- und Unterdorf.

Verlauf bis heute

„Anno 1946 durfte die Gesellschaft ihr 25-jähriges Bestehen feiern, was sie mit einem glanzvollen Umzug und einem Plöder auf dem Hauptplatz zu umrahmen wusste“ (Richard Heinzer, Josef Kessler, Paul Kamer: 50 Jahre Schwyzer Nüssler, Schwyz 1971, S. 9).

1971 lud der mittlerweile zu Schwyzer Nüssler umgetaufte Verein zum zweiten grossen Geburtstag – dem 50. – ein. Dieses Jubiläum wurde mit einem grossen Festumzug mit über 1000 Mitwirkenden, einer Jubiläumsfeier, je einem Preisnüsseln für Erwachsene und Kinder und mit einer „Monsterrott mit einem Rottentreffen“ (Richard Heinzer, Josef Kessler, Paul Kamer: 50 Jahre Schwyzer Nüssler, Schwyz 1971, S. 1) gebührend gefeiert.

1991 durfte das 70-jährige Bestehen gefeiert werden. Auch dieses spezielle Ereignis wurde mit einem grossen Umzug mit gegen 50 Gruppen zelebriert.

1996 wurden die Schwyzer Nüssler 75-jährig, was sie dazu veranlasste, das Erwachsenenpreisnüsseln zusammen mit dem Kinderpreisnüsseln durchzuführen. Seit einigen Jahren findet das Erwachsenen Preisnüsseln aufgrund sinkender Teilnehmerzahlen nicht mehr am ersten Fasnachtstag statt. Das Preisnüsseln wurde auf einen Freitagabend verlegt und hiess nun „Fyrabignüsseln“. Die Teilnehmerzahlen stiegen zuerst wieder an und gingen dann auch wieder stetig zurück. Nun wird das Preisnüsseln der Erwachsenen an einem Samstag durchgeführt.

Die Maskengarderobe

1977 kauften die Schwyzer Nüssler die Maskengarderobe von Franz Grossmann. Es wurde eine Garderobenkommission ernannt, welche bis spätestens 1980 zusammen mit dem Ministerrat der Schwyzer Nüssler die rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen schaffen sollten, damit die Garderobe in den Verein überführt werden kann. Da die Garderobe von Grossmann Fr. 70’000.- kostete, wurde eine Sammelaktion mit Urkunden lanciert. An der GV 1980 wurde erklärt, dass die Garderobe nun offizieller Besitz der Schwyzer Nüssler ist und 1992 wurde die Garderobenkommission aufgelöst und im Ministerrat der Posten des Garderobenverwalters eingeführt.

Präsidenten und Maschgradenväter

Karl Kälin «Gütsch» – erster und langjähriger Präsident
Franz Betschart «Robutzler» – der erste Maschgradenvater

Präsidenten

  • Karl Kälin „Gütsch“ 1921-1927 und 1929-1949
  • Josef Reichmuth 1928
  • Franz Anderrüthi 1950-1952
  • Frank von Euw 1953-1956
  • Martin Bolfing 1957-1961
  • Francois Annen 1962-1966
  • Walter Anderrüthi 1967-1971
  • Toni Dettling 1972-1976
  • Toni Zumbühl 1977-1981
  • Edgar Schuler 1982-1986
  • Hans Weber 1987-1991
  • Stephan Annen 1992-1996
  • Philipp Tschümperlin 1997-2001
  • Hugo Steiner 2002-2006
  • Remo Hicklin 2007-2011
  • Thomas Reichmuth 2012-2016
  • Alexander Grab 2017-2021
  • Nico Lüönd seit 2022

Maschgradenväter

  • Franz Betschart „Robutzler“ 1921-1942
  • Anton Nideröst 1943-1955
  • Franz Anderrüthi 1956-1957
  • Anton Bolfing Hafner 1958-1968
  • Franz Betschart „Zündapp“ 1969-1971
  • Xaver Schuler 1972-1974
  • Karl Wiget 1975-1987
  • Othmar Rickenbacher 1988-1997
  • René Schlegel seit 1998
Gedicht von Paul Kamer, „D Schwyzer Nüssler und ihri Fasnacht“

Nüsseln und Narrentanz

Der Eigensinn des Nüsselns

Der federnde Hüpftanz gilt als echt schwyzerisch. Was er für die Schwyzer bedeutet, brachte 1926 ein Zeitungsschreiber auf den Punkt:

Mummenschanz und fröhliches Fastnochtstreiben waren von jeher die Freude des jungen und auch des ältem Schwyzervolkes. Der sogenannte ‚Narrentonz‘ oder das Nüsseln bildeten sich sogar als ureigenster Fastnachtsbrauch im ‚alten Lande‘ aus und die ‚Narren‘, alt und jung, tanzten unermüdlich den eigenartigen Tanz in rhythmischem Trommelschlag. Das gute alte Nüsseln wäre uns im neuem modernen Fastnachts- und Huditreiben bald verloren gegangen, wenn nicht die Geselischaft zur Hebung alter Fasnachtssitten und Gebräuche sich die Mühe gäbe, die jungen Leute zur Erhaltung dieses alten schönen Fasnachtsbrauches heranzuziehen.

Als «ureigenst» wird der Narrentanz bezeichnet. Und das ist ja wahr: Der von Wirbeln durchsetzte Rhythmus mit seinen immer wiederkehrenden Takten, den die Trommler schlagen, lässt zwar deutlich seine Gesetzmässigkeit erkennen, mag irgendwo jenem der Polka gleichen – aber sich einer bestimmten Taktart ganz genau fügen, das will er nicht.

Original seien die Masken, «ureigenst» der Narrentanz – was heisst das? Versuchen wir, dieser Frage etwas auf die Spur zu kommen:

Überbleibsel aus der mittelalterlichen Fasnacht?

Es sind nur wenige Elemente im Schwyzer Maskentreiben von heute, die wie Überreste einer ganz frühen, also spätmittelalterlichen Fasnacht wirken. Damit sei überhaupt nicht behauptet, sie seien es auch tatsächlich, da die Wege, auf denen solche Fasnachtselemente (zum Beispiel von den Städten her) Eingang in Schwyz gefunden haben, nicht mehr rekonstruiert werden können:

Der Teufel zum Beispiel, der gelegentlich in der Rott auftaucht, kann hier genannt werden; er war in den Anfängen der europäischen und der eidgenössischen Fasnacht, also im Spätmittelalter, die wichtigste Gestalt. Aber wir haben ja schon gesagt: unser heutiger Schwyzer Teufel ist bemerkenswerterweise nur eine Randfigur, die wohl kaum mehr sehr ausgeprägt als die Verkörperung des bösen Prinzips erlebt wird, es sei denn von geängstigten Kindern.

Auch die Fasnachtsfigur des Bauern, die sich vor 500 Jahren grosser Beliebtheit erfreute, hat in der Schwyzer Rott heute nicht mehr die zentrale Stellung wie in der spätmitteialterlichen Fasnachtsszenerie. Ein Überbleibsel aus der spätmittelalterlichen Fasnacht mag sein, was die heutigen Narren tun. Sie gehen in die Wirtshäuser, um zu «intrigieren»; das heisst in diesem fasnächtlichen Fall: Sie sprechen die Leute an und witzeln gleichzeitig, sie schimpfen und tadeln dabei auch – hier, so kann man ja behaupten, feiern alte Rügebräuche fröhliche Urständ. Nicht zuletzt weil man so mal die Meinung sagen kann, in was für einer verschlüsselten Form auch immer, ist die Fasnacht heute noch – ähnlich wie früher, aber wohl in abgeschwächter Form – eine Entlastung vom Alltag.

Uralt?

Den Narrentanz hielt man aber schon bald darauf, jedenfalls noch im 19.Jahrhundert, für «uralt». Es gab auch Klagen, dass er «von Jahr zu Jahr immer mehr in Abgang gekommen» sei. Anno 1890 wurde zum ersten Mal ein «Preisnüsslet» organisiert, wobei in einer mit «Fasnachtsport» betitelten Zeitungseinsendung betont wurde, man wolle damit den Narrentanz als Tradition weitererhalten: «Damit unter der Jungmannschaft der in Schwyz von jeher hochgehaltene alte Maskentanz von Neuem zu Ehren gezogen werde, und auch um die geübtesten und elegantesten Meister zu einer Wettübung zu veranlassen, findet am nächsten Schmutzigen Donnerstag in Schwyz ein Preis-Nüsslet statt. Wie aus dem Inserate in unserm Blatte hervorgeht, werden für die besten Nüssler schöne Preise bis auf 15 Fr. ausgesetzt. Die Zutheilung der Prämien erfolgt durch ein unparteiisches Preisgericht. Jung und Alt in unserm Lande wird der interessanten, preisgekrönten Tanzübung mit Theilnahme folgen»

Notation des Narrentanzes. Die erste Fassung stammt aus dem Jahr 1958 und wurde von Toni Kälin notiert.

Zuweilen werden der Narrentanz und die Schwyzer Masken gar ins Heidnische zurückverlegt, mit germanischen Toten- und Fruchtbarkeitskulten in Verbindung gebracht.

Doch wie? Dass in grauer Vorzeit die Menschen im Zusammenhang mit Tanzritualen und Masken an geheimnisvolle seelische Mächte und Gewalten geglaubt hatten, an Kräfte, die irgendwelche germanische oder auch eine andere Zauberkunst ermöglichten oder Geister und Dämonen bannen konnten, Ahnen und Tote beschwerten, für Fruchtbarkeit zuständig waren und den Winter austreiben sollten … – mag ja sein. Aber wirklich beweisen kann man nichts; eine kontinuierliche Entwicklung von dieser grauen Vorzeit bis zur heutigen Schwyzer Fasnacht lässt sich nicht aufzeigen, die ausreichenden Belegketten fehlen.

Quellen: Annen Daniel: Das verrückte Dorf – das verkehrte Dorf; Heinzer Richard, Kessler Josef, Kamer Paul: 50 Jahre Schwyzer Nüssler, Schwyz 1971; Steinegger Hans: Schwyzer Fasnacht 1991, Schwyz 1991; Steinegger Hans: Güdelmontag-Rott Schwyz, Schwyz 1989; Steiner Beat: Schwyzer Nüssler Archiv, Ordner 0, Inhaltsverzeichnis, div. Dokumente, Schwyz o. J. (unveröffentlicht), Register: öffentliche Tanztage; Plakat des Fasnachtsabends der Schwyzer Nüssler, 1. Februar 2003. Steinegger Hans: Schwyzer Fasnacht 1991, Schwyz 1991; Steiner Beat: Schwyzer Nüssler Archiv, Ordner 0, Inhaltsverzeichnis, div. Dokumente, Schwyz o. J. (unveröffentlicht), Register: öffentliche Tanztage und Preisnüsslet ab1890; Weibel Viktor: Japanesenspiel 2001 ink-ogg-nii-tho!, Schwyz 2001. Tagblatt der Urkantone: Nr. 10, 14. Januar 1870, S. 4; Tagblatt der Urkantone: Nr. 42, 22. Februar 1870, S. 4; Schwyzer Zeitung: Nr. 3, 11. Januar 1871, S. 4; Schwyzer Zeitung: Nr. 6, 20. Januar 1872, S. 4; Schwyzer Zeitung: Nr. 4, 12. Januar 1887, S. 4; Schwyzer Zeitung: Nr. 3, 8. Januar 1890, letzte Seite; Bote der Urschweiz: Nr. 6, 18. Januar 1890, S. 4; Schwyzer Zeitung: Nr. 14, 18. Februar 1885, S. 2.